Versichern

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by Geld

Versicherungen

Sinn des Sozialversicherungswesens

Versicherungen dienen dazu, Schäden zu bezahlen, die man allein nicht bezahlen könnte. Das Prinzip ist sehr einfach: Alle zahlen einen gewissen, festgelegten Betrag jeden Monat in eine Kasse. Wer einen Schaden erleidet, meldet diesen und bekommt diesen aus der Kasse bezahlt. Dieses System nennt sich das „Solidarprinzip“.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung deckt Schadensfälle an der Gesundheit ab. Jeder muss monatlich einen Beitrag bezahlen, fast niemand ist davon befreit. Wird jemand krank und kann nicht mehr arbeiten, bezahlt die Krankenversicherung für diesen ab der 6. Krankheitswoche Krankengeld. Dieses Geld wird aus den gesammelten Beiträgen der Mitglieder bezahlt.

Private Krankenversicherung

Bei der privaten Krankenversicherung bemisst sich der Beitrag daran, wie gesund man ist. Gesunde Menschen zahlen also weniger. Allerdings steigt mit dem Alter der Beitragssatz automatisch mit an. Man kann dann aber nicht mehr wechseln. Die Versicherung möchte pro Beitragszahlenden mehr verdienen, als sie für diesen ausgeben muss.

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung wird wie die Krankenversicherung auch automatisch vom Lohn oder Gehalt abgezogen. Die Beiträge der Rentenversicherung werden an die heutigen Rentner ausgezahlt und nicht für das eigene Alter als Versicherunggesammelt. Erreicht man selbst das Rentenalter, bezahlen die Arbeitnehmer dann die eigene Rente. Dieses System nennt sich „Generationenvertrag“.

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung wird nur vom Arbeitgeber bezahlt. Diese Versicherung leistet dann Hilfe, wenn auf der Arbeit Unfälle passieren. Voraussetzung ist jedoch, dass Regeln am Arbeitsplatz eingehalten wurden, wie etwas das Tragen von Helm und Sicherheitsschuhen. Die Unfallversicherung ist sehr alt. Gäbe es sie nicht, wäre jeder Arbeitstag ein Existenzrisiko.

Arbeitslosenversicherung

Wird einem gekündigt, fällt das Gehalt weg. Um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, gibt es die Arbeitslosenversicherung. Diese wird automatisch vom Gehalt abgezogen. Man unterscheidet zwischen Arbeitslosengeld 1 und 2. Arbeitslosengeld 1 erhält man ein Jahr lang ab Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit und wird aus den Beiträgen der Arbeitslosenversicherung bezahlt.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde in den 1990er Jahren eingeführt und ist die jüngste Versicherung der Sozialversicherungen. Hintergrund war damals, dass pflegebedürftige Menschen nicht mehr nur auf Hilfe von Verwandten hoffen können, da diese oft selbst berufstätig sind oder es keine nahestehenden Verwandten gibt. Dementsprechend übernimmt die Pflegeversicherung Rehakosten und Pflegeversorgung.

Haftpflichtversicherung

Zwar ist die Haftpflichtversicherung nur für Halter von Kraftfahrzeugen Pflicht, sie lohnt sich aber für jedermann. Die Haftpflichtversicherung tritt ein, wenn jemand einen Schaden unabsichtlich verursacht. Dies kann eine zerstörte Blumenvase sein, als auch ein Brand des Hauses. Wichtig ist bei der Haftpflicht, dass Schäden nicht absichtlich passiert sind.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung deckt Schäden ab, welche an Dingen im Eigenheim passieren, etwa Fahrräder, Küchenutensilien, Möbel, oder dergleichen. Solche Schäden können durch einen Brand, Rohrbruch, Unwetter, Einbruch, Raub oder mutwillige Beschädigung passieren. Normalerweise deckt die Hausratversicherung auch Aufräumkosten und Hotelkosten ab (etwa wenn der Schaden das Eigenheim erstmal unbewohnbar macht).

Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung macht dann Sinn, wenn jemand, der einen Kreditvertrag geschlossen hat, möglicherweise vor Ende der Abbezahlung verstirbt, etwa wegen schwerer Krankheit oder berufsbedingt. Stirbt der Kreditnehmer, gehen seine Schulden auf die Erben über. Eine Risikolebensversicherung wird als Erbenschutz bezeichnet, da diese dann anstatt der Erben die Restschuld bezahlt.

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung ist eine Versicherung, die im Falle eines bestimmten Ereignisses eine festgelegte Geldsumme bezahlt. Ein solches Ereignis kann der Tod sein, in dem Fall geht die Auszahlung an die Hinterbliebenen. Allerdings kann eine Lebensversicherung auch für den Fall einer schweren Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit für sich selbst abgeschlossen werden.

Vollkaskoversicherung

Besitzt man ein eigenes Kraftfahrzeug, muss dieses auch versichert sein. Die Vollkaskoversicherung bezahlt alle Schäden, die am Auto passieren und nicht selbst verschuldet sind: Etwa, wenn Silvesterböller das Auto zum Jahreswechsel schädigen und ein Täter nicht gefunden wird. Die Höhe der Versicherung variiert je nach Typ und Alter des Autos.

Teilkaskoversicherung

Besitzt man ein Kraftfahrzeug, muss dieses schadensversichert sein. Die Teilkaskoversicherung bezahlt im Gegensatz zur Vollkasko nur krasse Schäden am Auto, die nicht selbst verschuldet sind: Brennt das Auto während der Silvesternacht aus, leisten sowohl Voll- und Teilkasko. Kleinere Schäden wie etwa Lackschäden sind nicht durch die Teilkasko abgesichert.

Rechtsschutzversicherung

Wer häufiger verklagt wird oder es vorzieht, Streitigkeiten vor Gericht zu klären und dementsprechend selber klagt, kann eine Rechtsschutzversicherung gebrauchen. Je nach gewähltem Tarif übernimmt diese Versicherung dann Kosten für Gutachten sowie Anwalts- und Gerichtskosten. Versicherte sollten allerdings immer zunächst prüfen, ob diese Versicherung etwaige rechtliche Schritte kostenmäßig übernimmt.

Hundehaftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung für Hunde funktioniert genauso wie die normale Haftpflichtversicherung auch, nur dass hier das Handeln des Hundes ausschlaggebend ist. Da Hunde wie andere Tiere auch keine eigene, rechtliche Persönlichkeit aufweisen, steht hier immer der Halter in der Pflicht. Es gilt, je größer der Hund, desto wichtiger die Hundehaftpflicht.

Die Sozialversicherung

Unter dem Begriff „Sozialversicherung“ werden fünf Versicherungen gezählt: Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung (diese zahlt der Arbeitgeber allein), Pflegeversicherung, Rentenversicherung. Außer bei der Unfallversicherung teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge. Die Abrechnung erfolgt prozentual, so dass niemand im Vergleich mehr bezahlen muss als jemand, der mehr oder weniger verdient.